Photovoltaik Pflicht - Bremen

Für Bremen und dem dazugehörigen Bremerhaven gilt auch bald die Photovoltaik Pflicht. Auf den Dringlichkeitsantrag der Grünen, Linken und der SPD war dieser Beschluss die Antwort. Ab wann das Gesetz in Kraft tritt und welche Gebäuden davon betroffen sind erfahren Sie hier.

Bremen und Bremerhaven werden zu Solar Cities

Nach Baden-Württemberg, Hamburg und Berlin hat sich Bremen entschieden die Photovoltaik Pflicht einzuführen. Dieser Schritt ist das Ergebnis des Dringlichkeitsantrag der Grünen, Linken und der SPD. Das Gesetz hierfür wurde am 10. Juni 2020 verabschiedet. Bremen und Bremerhaven sollen zu Solar Cities werden, wobei einige Punkte noch offen stehen.

Bremen und Bremerhaven haben zusammen bereits 44 Megawatt auf den Dächern, nichtsdestotrotz ist der unausgeschöpfte Anteil größer. Experten sind der Meinung, dass sich ein Potential von 1.550 Megawatt in beiden Städten verbirgt. Mit dieser Berechnung könnten theoretisch 40% des Stromverbrauchs in Bremen mit Solarstrom gedeckt werden, ausgenommen der Stahlindustrie!

Für wen gilt die Solarpflicht?

Während in anderen Bundesländern die PV-Pflicht lediglich für Nicht-Wohngebäude gilt, geht die Landesregierung Bremen einen Schritt weiter. Folgende Gebäuden und Überdachungen sind betroffen:

 

  • Neubauten

  • Schulen und Kitas

  • Bestandsgebäuden

  • Parkplätze

  • Fassaden

  • Freiflächen
     

Im ersten Schritt gilt dieses Gesetz für Neubauten in Bremen und Bremerhaven. Im weiteren Schritt sollen auch Bestandsgebäuden bei einer vollständigen Dachsanierung mit Photovotlaikanlagen ausgerüstet werden, sofern die Kosten hierfür zumutbar sind. Der Ausbau soll sich ebenfalls auf überdachte Parkplätze, Fassaden und Freiflächen erweitern. Der Wunsch Unternehmen mit großen Hallendächern zum Erwerb einer Photovoltaikanlage zu bewegen ist gewaltig, es ist jedoch noch unklar wie diese für eine verstärkte Nutzung von Solarstrom gewonnen werden können.

 

Gibt es eine Förderung?

Neben der KfW-Bank soll nach weiteren Finanzierungsmöglichkeiten bei der Aufbau-Bank in Bremen und anderen Banken gesucht werden.

 

Gibt es besondere Regelungen?

Derzeit soll das Anmeldeverfahren beim Netzbetreiber für Reihenhäuser und Balkonmodule vereinfacht werden. Weitere Sonderregelungen sind noch nicht bekannt.

 

Welche Vorteile bringt die Photovoltaik Pflicht?

Laut Martin Grocholl, Geschäftsführer der gemeinnützigen Bremer Klimaschutzagentur Energiekonsens würde bei einem aktuellen Wert von ca. 518g CO² pro kWp, eine PV-Anlage mit 4 kWp bei 850 kWh Ertrag pro Jahr zu einer CO² Reduktion von 1.760 kg beitragen. Somit ist klar, dass die Pflicht der Umwelt zugute kommt, zusätzlich sorgen die niedrigen Anschaffungskosten für eine schnellere Amortisationszeit bei effektivem Eigenverbrauch. Neben den gesenkten Strombezugskosten, schafft der Ausbau der Solarenergie neue Arbeits - und Ausbildungsplätze.

 

Was sind die nächsten Schritte?

Ab wann eine Anlagenpflicht besteht und welcher Genehmigungsweg hinterlegt werden muss steht noch nicht fest. Weitere Regelungen werden in den folgenden Wochen bekannt gegeben.

 

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